Pixel & Objektiv

Im Interview: Fabian Sorger über die Faszination Leica und Fotografie mit Leidenschaft

Klaus Lorbeer, Cliff Kapatais Season 1 Episode 25

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Der gebürtige Bayer Fabian Sorger lebt seit 2020 in Wien und ist seit Sommer 2023 als Leica Akademie Manager tätig. Im Gespräch mit Cliff Kapatais erzählt er auf kurzweilige Weise, wie ihn die Fotografie schon in jungen Jahren begeistert hat, was ihn bis heute an Leica fasziniert und warum Leica Fotografie-Workshops einen besonderen Zugang vermitteln. Dabei spricht er auch über die Kunst des visuellen Storytellings und darüber, weshalb trotz mächtiger Algorithmen, Social-Media-Trends und fotografischer Moden letztlich immer der Mensch hinter der Kamera entscheidend bleibt – weil es eben auf die ganz persönliche Sichtweise und die Beziehung des Fotografen, der Fotografin zu Model, Motiv oder Umwelt ankommt.

SPEAKER_03

Pixel und Objektiv, wo Bilder sprechen und Fotografen plaudern. Der Podcast von Klaus Lover, Chefredakteur des Fotoobjektiv Magazins und Kliff Kapertheis, Fotograf und Agenturchef.

SPEAKER_01

Einen wunderschönen guten Tag und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Pixel und Objektiv, dem Podcast vom Fotoobjektiv Magazin und Pixelkoma. Mein Name ist Kev Kapertheis und ich sitze hier mit einem Gast, auf den ich mich schon sehr gefreut habe, weil ich ihm auf viele Arten gut finde. Und zwar ist es Fabian Sorger von Leica. Hallo. Hi's aus. Ich hab überlegt, woher wir uns kennen, und wir kennen uns jetzt schon einige Jahre und ich glaube von Foto-Events und dann haben wir uns immer öfter gesehen. Tatsächlich schon deutlich länger, als als ich bei Leica bin. Genau. Die Sachen, die ich an dir sehr schätze, ist erstens, dass du ein sehr sympathischer und offener Mensch bist, dass du ein sehr, sehr cooler Fotograf bist. Also ich mag es immer wieder, deine Fotos, irgendein meinen Instagram-Feed zu sehen, weil sie einfach komplett anders sind als das, was ich fotografiere, aber trotzdem sehr, sehr beeindruckend. Und zu guter Letzt haben wir uns in letzter Zeit natürlich sehr oft im Liker-Store bzw. der Liker-Galerie getroffen, weil du ja dort jetzt arbeitest und dort wirkst. Du bist auch einer der wenigen, die ich persönlich kenne, die Leiker fasziniert, begeistert, Freaks sind, um es fast so in die Richtung zu sagen. Ich finde es immer noch ganz, ganz toll, wenn du mit Begeisterung von der Brand erzählst und der Geschichte und solchen Sachen. Das kommt selten bei anderen Marken so gut rüber wie bei dir und bei eurer Marke. Magst du mal kurz erzählen, was du eigentlich bei Leika machst, wie du zu Leika gekommen bist, was die Faszination ausmacht? Also so ein kurzes Intro zu dir und der Welt.

SPEAKER_02

Ja, also erstmal muss ich kurz mal hier meine Gesichtsröte wieder ein bisschen reduzieren nach all den lobenden Worten. Was die Faszination Leike oder was, ah ja, was ich bei Leika mache. Ich kümmere mich um die Akademie in Österreich und in Osteuropa. Das ist so das Geschäftsgebiet der Leikerkamera Österreich. Und das bedeutet im Endeffekt alles, was nicht das Verkaufen von Kameras in erster Linie und das Verkaufen von Bildern in erster Linie ist. Also alles drumherum. Community, Workshops, Kameraschulungen, die Schulungen unserer Händler, unseres Händlernetzwerkes, all diese ganzen Themen, die tatsächlich relativ eng mit der Fotografie zusammenhängen und nicht nur um Pixel und Objektive gehen.

SPEAKER_01

Genau. Alles klar. Du, und du bist aber schon, soweit ich das aus unseren Gesprächen weiß, relativ früh zur Marke gekommen oder kennst die Marke schon seit langem. Lustigerweise sogar vor der Matura schon, ja. Ja, magst du die Geschichte mal kurz anziehen?

SPEAKER_02

Wie das halt so ist, oder? Als Teenager, man fängt an, Kameras interessant zu finden, Pixel und Objektive spannender zu finden, als Fotografieren an sich. Und dann kauft man sich halt so eine Kamera. Damals war das bei mir eine Canon. Kanon, wie ihr müsst daher sagen. Und dann bin ich mit dieser Kanon60D, war das damals, zu einem Fotohändler gegangen bei uns in der Kleinstadt und er hatte halt so ein Nifty-50, das wollte ich dann haben. Und er drückte mir dann netterweise, er hat gesagt, willst du mein richtiges 50er in die Hand nehmen? Und dann hat er mir seine M, damals die M-Typ 240, mit einem 50er Summelux in die Hand gedrückt. Und der etwas überforderte 14-jährige Fabian hat das Ding halt in die Hand genommen, beeindruckt geschaut, ohne zu wissen, was er da in der Hand hält. Aber irgendwie war es emotional doch da. Und von dem her hat, dann hat er mir einen Katalog mitgegeben mit Leika und ich habe mich halt mit der Marke befasst und alle Videos auf YouTube dazu geschaut und was halt so dazugehört. Und dieser kleine Fotohändler sollte dann auch nachher meinen, oder Fotohändler, eigentlich vielmehr Fotograf, sollte nachher auch mein Ausbildungsbetrieb werden, wo ich dann Fotograf lernen durfte. Und er hatte diesen Leika-Fetischismus, den ich dann in mir getragen habe, irgendwie unterstützen wollen und hat mich dann nach Wetzler geschickt, ins Leica Headquarter zu einer Schulung für externe Händler. Damals ist dann die M10 rausgekommen. Das war dann schon ein sehr, sehr eindrucksvolles Erlebnis. Ich muss tatsächlich, ich erzähle das immer wieder ganz gerne, ich habe auf der Heimfahrt tatsächlich kurz geweint, weil das irgendwie so für mich ein Riesenmoment war, eben dort an dieser Stelle zu stehen, wo das erste Kleinbildfoto aufgenommen worden ist und all das, was halt mit Leica so einhergeht. Ja. Und from there on, the Chaos Unfolds. Sehr, sehr schön. Cool.

SPEAKER_01

Du, du hast es jetzt eh schon so ein bisschen angesprochen. Die Marke Leica, der hat ja so Mythos, Geschichten und du zeigst mir immer begeistert irgendwelche neuen Videos, die rausgekommen sind und man ist, wenn das auch nur ein Einminter ist, immer ergriffen und denkt sich, boah, wie geil. Und man hat es wieder so motiviert. Motivationen, Fotografie zu leben und rauszugehen und Sachen zu machen. Findest du als Brand Ambassador unter anderem auch, dass dieser Mythos eher hilft, also ein bisschen kontraproduktiv ist? Weil im Endeffekt geht es ja nach wie vor einfach um Fotografie und ein schönes Foto und ein Gebrauchsgegenstand. Und die Likers werden ja oft Design-Sammlerstücke und so gehandhabt. Wie siehst du das Thema Mythos-Liker? Ist das übertrieben? Ist das echt? Hilft das?

SPEAKER_02

Na echt, ist es, weil es ist unsere Geschichte. Wir können nichts dafür. Also wir können schon was dafür. Wir als heutige Generation können nichts dafür, aber Ernst Leitz der Zweite und Oskar Barnack, die können da sehr wohl was dafür. Und was man ja der Marke Leiker nicht absprechen kann, ist, dass sie die Kleinbildfotografie erfunden haben. Ohne Leiker gäbe es heute keine anderen Hersteller, die die Kameras, die heute am meisten verbreitet sind, produzieren würden. Und was so ein Mythos natürlich in sich trägt, ist Emotionalität. Und Emotionalität ist am Ende das, was inspiriert und das, was irgendwie Lust auf Kreieren macht. Also insofern finde ich, hilft dem Mythos auf jeden Fall. Cool.

SPEAKER_01

Ja, und man hat auch immer spannende Geschichten zu erzählen, wenn man das Ganze schön verpacken kann. Ich muss immer schmunzelnd zurückdenken, we didn't invent photography, but we invented photography, das wird mir immer bleiben und das ist sehr cool. Ich verlinke das übrigens auch unten in den Shownotes, weil das kann ich empfehlen. Das ist ganz haut. Das ist tatsächlich ein sehr, sehr schönes Video bei euch. Du, generell, wenn Menschen Kameras kaufen gehen, dann gibt es die unterschiedlichsten Beweggründe. Ich brauche mal eine schnelle Kamera, ich brauche was, ich bin Sportfotograf, gib mir Brands. Die meisten sind da relativ brandunabhängig. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass Leute, die eine Leike kaufen, sich sehr absichtlich eine Leiker kaufen, nicht weil das jetzt die beste Kamera für einen Anwendungszweck ist, sondern weil sie eine Leike haben wollen. Stimmt das so oder ist das so so ein bisschen eine Mutmaßung?

SPEAKER_02

Stimmt so 100 Prozent. Denn ich glaube, und das ohne jetzt irgendwie anmaßend sein zu wollen, aber ich glaube, dass jeder, der mit der Fotografie sich befasst, irgendwie diesen Wunsch in sich trägt. Sei es eine Leike zu besitzen, sei es eine schwedische Kamera zu besitzen, alles, was halt irgendwie für Design und Geschichte bekannt ist, steht ja auf jeder Wunschliste eines jeden, einer jeden Fotografin.

SPEAKER_01

Aber glaubst du, also absolut, bin ganz bei dir. Das zieht aber sowohl der Designmythos und die funktionelle Schönheit und sonst, das zieht ja eine bestimmte Zielgruppe an, sage ich jetzt mal ganz vorsichtig. Habt ihr auch so den schnöden Berufsfotografen, der sagt, so, ich kaufe mir jetzt eine Like und dann gehe ich am Fußballplatz und integriere was? Oder ist es wirklich.

SPEAKER_02

Wenn ich das jetzt bejahe, dann mache ich mich sehr unbeliebt bei ganz vielen unserer KundInnen. Weil durchaus haben wir Berufsfotografinnen in unserer Kundenkartei, nennen wir das mal Kundenkartei, über alle Bundesländer in Österreich und auch über die Grenzen Österreichs hinaus verteilt, habe ich immer wieder Leute, die damit ihr Geld verdienen, hauptberuflich. Und ich glaube, das ist dann nachher wie mit jedem Werkzeug, was du gerne hernimmst, oder? Also dein Lieblingskugelschreiber, dein Lieblings, was auch immer, Schreibwerkzeug, das MacBook versus Windows PC, keine Ahnung. Also das Stahlrennrad versus Carbon, Elektro, keine Ahnung, was auch immer, ja. Also es ist immer irgendwie das, was ich gerne in die Hand nehme und was ich gerne verwende, muss nicht per se technisch das Beste sein, sondern es muss mich irgendwie dazu bringen, mehr machen zu wollen und mir weniger im Weg stehen. Und jetzt ist es nicht der erste Podcast, den ich aufnehme und ich höre mich das irgendwie sehr oft sagen, aber das ist, finde ich, das Unique an Leica, dass unsere Menüs und unsere Bedienung einfach so minimalistisch ist, dass es einem einfach weniger im Weg steht. Also du hast halt fünf Seiten Menü, drei Knöpfe und that's it. Fotografierst du noch nicht das Handbook auswendig lernen, umarbeiten zu können.

SPEAKER_01

Das finde ich cool. Aber um nochmal so ein bisschen zurückzukommen, also ich kenne natürlich einige Leiker-Fotografinnen, die brutalst Daily Business damit liefern und ihre Likers vom Berg bis zur Fashionweg durchgegenschmeißen. Aber ich kenne auch das andere Gegenteil, so diese Sammlerstücke. So Leute, die sich das kaufen in den Schrank stellen und anhimmeln, was auch zu verstanden ist, weil natürlich einige eurer Sondereditions wirklich Glanzstücke sind und fast zu schön, zu schade zum Nutzen. Ich bin immer so ein bisschen hin und her gerissen. Für mich ist halt, genauso wie ein Auto oder sowas, eine Kamera, ein Benutzgegenstand. Ich brauche es von A nach B zu kommen oder ich brauche es halt, um ein Foto zu machen. Es wird nicht gepflegt und einmal am Sonntag poliert oder ausgefahren zur Feier des Tages, sondern it's a tool. Findest du, haben beide diese Extreme ihre Berechtigung oder tut dir das eine oder das andere immer weh, weil du denkst, hey, dieses Kunstwerk kannst du nicht so im Alltag verwenden oder es ist so schade, dass das verstaubt, ohne verwendet zu werden? Das eher.

SPEAKER_02

Also ich zum Beispiel unsere Reporter-Editionen sind ja immer wieder sehr beliebt oder die Safari-Editions, also diese komplett grünen Kameras oder welche Sonderserie auch immer, gerade von aktuellen Kameras, sind ja teilweise sehr, sehr schön. Und das baut im Prinzip auf, auf dem ich, was ich davor gesagt habe, wenn ich ein Produkt gerne verwende und gerne anschaue, mache ich damit auch mehr. Jeder muss am Ende des Tages selber für sich herausfinden, wie diese jeweilige Person Fotografie konsumieren möchte. Ist das, ich sammle Kameras und Objektive, weil ich mich an der Mechanik erfreue? Also es gibt ja auf YouTube Massigvideos, die einfach nur Soundaufnahmen von Blenden, Ringen und Fokus und Verschluss und so sind. Also ist es das Technische, ist es das Kreative, was ist das, warum ich Fotografie betreibe? Fotografie betreibe, warum ich Kameras kaufe. Und ich freue mich, ich sage das dann auch immer, wenn ich Einzeltrainings halte, also beim Kauf einer Vollformatlike bekommt man ein Einzeltraining mit mir gratis dazu. Und ich sage am Ende des Einzeltrainings immer, ich würde mich freuen, wenn wir uns irgendwann wiedersehen und die Kameras geliebt ausschauen. Also eine Patina entwickelt haben. Weil egal, ob es eine Sonderserie ist oder es sind Werkzeuge, essentielle sind es Werkzeuge und sie sind dafür gebaut worden und Oskar Barnack hat diese Kamera entwickelt, weil er gesagt hat, ich will immer und überall fotografieren können und genau dafür sind sie gemacht. Cool.

SPEAKER_01

Finde ich sehr, sehr nice. Du, weil du es jetzt auch gerade erwähnt hast, im Rahmen deiner Akademietätigkeit, dass es Einzelschulungen gibt und Community-Events und Artist-Talks und alles, was dazugehört, was macht denn die Leike-Akademie so alles im Alltag? Also ich stelle mir da immer so Workshops und Fotowalks vor, wie man sie halt von überall kennt. Ihr macht sicher alles anders und mehr und besser. Was sind denn so die Highlights, was du so mit der Akademie machst?

SPEAKER_02

Also ich denke sicherlich, Highlights sind unsere Masterclasses, die wir halt mit profilierten Fotografen, Fotografinnen anbieten. Ich denke daran, vor zwei Jahren haben wir, glaube ich, es war vor zwei Jahren, den Magnumfotografen Stuart Franklin bei uns zu Gast gehabt, also der das Foto von Tankman am Cannabis Square aufgenommen hat. Also wirklich Größen der fotojournalistischen Welt vor allem. Werbung in eigener Sache, in wenigen Wochen, ich glaube in zwei Wochen ist es genau, haben wir den Dominik Nahr, also ein Fotograf von der neuen Züricher Zeitung, da, der wirklich mit Leiker-Kameras Kriegsdokumentarfotografie betreibt. Also ich glaube, das hebt uns schon auch ab, dass wir eben dieses große Netzwerk an hochkarätigen Fotografinnen eben haben. Und selbst halte ich auch den einen oder anderen Workshop. Da geht es dann eben vor allem um so die Fotografie-Basics für die Leute, die halt Fotografie als ein neues Hobby für sich entdecken wollen. Aber unsere am besten gehenden Workshops und die Sachen, die eigentlich für die breitere Masse interessant sind, weil Blende ISO-Verschlusszeit, das ist erstens relativ irrelevant und zweitens auf YouTube in zehn Minuten lernbar. Dementsprechend ja, also es geht eher um einen eigenen Bildstil entwickeln, neue fotografische Themen ausprobieren und sich da in irgendeiner Art und Weise, wie sie zu einem Post weiterzuentwickeln.

SPEAKER_01

Cool, finde ich super. Du hast mir da quasi eh schon die nächste Frage ein bisschen aus dem Mund genommen, weil die Basics, die Technik, also es kann inzwischen heutzutage jeder YouTube oder irgendwelche LLMs, die mir erklären, wie ich fotografieren soll. Und ich werde ja auch immer gefragt, ich halte gelegentlich auch so Workshops, warum muss man denn oder warum sollte man denn oder was lernt man denn da anders? Ich habe da so ein bisschen meine Antwort, aber ich wollte nur hören, kannst du das einmal in ein Wort fassen, warum Leute in einen tatsächlichen physikalischen Workshop kommen sollten, statt nur YouTube-Videos zu kommunizieren. Zu kommunizieren. Zu konsumieren.

SPEAKER_02

Zu konsumieren. Danke für das Fach. Zu konsumieren, das wäre der nächste Schritt. Ich möchte eigentlich den Corona-Ding nicht schon wieder irgendwie aufkommen lassen, aber ich glaube, Corona hat schon dazu geführt, dass wir uns alle ein Stück weit zurückgezogener gefühlt haben, eine lange Zeit lang. Und so wie die Idee einer Wochenendreise viel etablierter geworden ist, auch wenn ich das für die Umwelt natürlich für fragwürdig halte, aber grundsätzlich haben wir die Leute Lust, wieder echte Sachen zu erleben. Und ich habe schon das Gefühl, dass das auch bei mir persönlich so ist, dass ich eben eher nach echten Erfahrungen suche. Weil AI hilft mir bei all meinen Lebenslagen. Alle Informationen, wie ich meine Waschmaschine richtig sauber mache, finde ich auf YouTube, all diese Sachen, die notwendig, aber nicht spaßig sind, die finde ich im Internet. Blende diese Verschlusszeit ist nicht super spaßig, sollte ich aber verstanden haben, finde ich aber auch im Internet. Also da brauche ich keinen Face-to-Face-Workshop ist hilfreich, aber nicht notwendig. Was ein echter Workshop natürlich dann bietet, wenn ich diese drei Basics verstanden habe, die anzuwenden. Und zwar nicht nur anzuwenden auf die Art und Weise, wie ich sie persönlich gerade glaube, richtig zu finden, sondern einfach auch zu sehen, wie das einerseits natürlich die Teilnehmenden des Workshops tun und andererseits natürlich dann ein entsprechender namenhafter Fotografer, eine namenhafte Fotografin, die das perfektioniert hat. Also wir hatten unlängst den, jetzt habe ich gerade den vollen Hänger, den Mike Chutley aus London zu Besuch, der am Tag seine 20.000 bis 30.000 Schritte durch London Street fotografiert und der kann das mit der M Scharfstellen aus der Hüfte schießen, um Längen besser als ich das kann, weil er jeden Tag 30.000 Schritte damit geht. Dementsprechend hat er auch 30.000 Schritte Erfahrung am Tag, wo er überlegt, wie drehe ich mich so, dass die Person, dass ich nicht in die Person hineinrenne und die Person dahinter fotografiere. Also zu beobachten, wie sich die Person in derselben Straße, in der ich auch gerade stehe, bewegt und auf was die schaut, ist einfach um ein Vielfaches lehrreicher, als das auf YouTube zu konsumieren.

SPEAKER_01

Also es kommt, deckt sich mit dem, was ich immer sage. Die Technik, die Theorie, die lerne ich. Also ich kann ein Buch lesen, ich kann YouTube schauen, ich kann sonst was machen. Was vielen fehlt, ist dann die Praxis. Du musst das einfach zehntausendmal machen. Ich kann so viele Bücher übers Schwimmen lesen, wie ich möchte und verstehen, ich muss die Hand so und so bewegen. Wenn ich nicht mal im Wasser oder zehntausend Mal geschwommen bin, werde ich nicht olympischer Schwimmer oder überhaupt halt mal das Rettungsschwimmabzeichen machen. Und dementsprechend finde ich Workshops in der Hinsicht immer super, weil man sich einerseits austauschen kann mit anderen, die teilweise ähnliche oder andere Probleme hat und eben dann den Expertinnen und Expertinnen und Vortragenden, die mir vielleicht auch ganz andere Zugänge zeigen. Und da finde ich das immer wieder spannend. Ich gehe nach wie vor gerne auch auf Workshops, weil gerade Blende, Easy Verschlusszeit, die Basics, die ja, das macht man so und so und so, manchmal macht es ja anders. Und genau das ist das Geile, wenn du dann drauf kommst, hey, ich könnte ja da wieder was anderes machen und ein bisschen was Build-Look verändern oder Stil ändern und so, das ist ziemlich cool. Du, Follow-up-Question dazu. Wenn man sich die Leute, die Teilnehmerinnen anschaut, die zu so einem Fotoworkshop kommen, die kommen aus den unterschiedlichsten Beweggründen und die haben die unterschiedlichsten Wünsche, was sie gerne lernen wollen. Technik, Inspiration, sich drüber trauen, auf der Straße tatsächlich wie im Fotografieren, zum ersten Mal im Studio stehen oder sonst was. Hast du irgendwo so ein Bauchgefühl, woran die meisten Leute scheitern, wenn sie am Fotografie lernen sind, wo sie sagen, oh, da traue ich mich nicht drüber oder da verstehe ich nicht oder so?

SPEAKER_02

Ich glaube, was für viele Menschen, die Fotografie als neues Hobby entdecken, was denen noch nicht so ganz bewusst ist, warum sie das überhaupt tun wollen. Also warum kaufe ich mir die Kamera? So wie bei mir als Teenager, ich fand halt Kameras cool. Weil Technik und Ding und ist irgendwie lustig. Und ich glaube, was für die meisten Menschen eine Herausforderung sein kann, ist zu wissen, warum mache ich denn jetzt ein Foto? Also warum möchte ich denn diese Person auf der Straße anquatschen? Warum gehe ich denn zu diesem Workshop? Was möchte ich denn aus diesem Workshop mitnehmen? Und wenn man das einmal alles für sich geklärt hat, dann ist das eine Person auf der Straße anquatschen gar nicht mehr so schwierig. Weil in dem Moment, wo ich ein Projekt habe und das nicht nur aus Voyeurismus mache, lässt sich das ja auch viel besser erklären. Und ich habe während Corona ein solches Projekt gemacht, wo ich einfach gesagt habe, okay, ich gehe jetzt einfach auf die Straße und quatsch Leute an. Und es hat erstaunlicherweise locker 70 bis 80 Prozent gesagt, ja, klar, kein Problem. Also aber weil ich ein Projekt dazu hatte, was ich halt erklärt habe, ich habe kurz gesagt, was ich machen will und wenn nicht, ist auch kein Stress, aber wenn ihr Lust habt, machen wir das schnell, dauert nicht lange und dann haut man sich noch kurz zu unterhalten. Übrigens da auch der Leiker-Effekt. Ich bin in, sagen wir mal, keine Ahnung, fünf von zehn Fällen darauf angesprochen worden, was das nicht für eine schöne Kamera wäre und hat es sich ja auch einfacher gemacht. Aber ja, also warum mache ich das und was erwarte ich mir davon? Und danach richtet sich aber, glaube ich, auch aus, welche Workshops man dann bucht. Also wenn ich die Fotoreise im Wellness-Hotel buche, die wir jedes Jahr anbieten, dann ist sicherlich der Austausch untereinander interessant, irgendwie gemeinsam was zu erleben, interessant. Landschaftsfotografie ist jetzt für die meisten in Wien Lebenden nicht das tägliche Lehrerlebnis. Dann geht es eher darum. Aber wenn ich jetzt eben eine Masterclass mit jemandem, der mit Storytelling sehr verknüpft ist, buche, dann möchte ich lernen, wie ich eine Geschichte erzähle. Und von da aus geht es dann weiter.

SPEAKER_01

Also das sind voll bei dir. Ich finde, es gibt immer so zwei Welten an Leuten, die kommen. Einer, die einfach wirklich mit der Technik kämpfen oder halt noch nie, damit sich beschäftigt haben und dementsprechend mal Hilfe wollen, diese Hüberzunehmen. Und was ich teilweise lustiger und interessanter oder sogar cooler finde, sind die Leute, die kommen, die Storytelling lernen wollen. Weil die zwar wissen, ich kann jetzt ein Foto machen, aber wie erzähle ich die Geschichte damit? Oder die weitestens die Kreativität suchen. Also ey, ich kann jetzt echt gute Fotos machen und mir fehlt eben dieser Aufhänger. Was mache ich denn für Fotos, damit irgendwer sich die anschaut, damit ich was Cooles machen kann? Und das finde ich immer sehr, sehr wichtig im Workshops, dass man eben auch diesen Anstrupps, diese Motivation, diese Kreativität teilweise dann mitkriegt.

SPEAKER_02

Ich habe tatsächlich ein, zwei Kunden in dem Fall tatsächlich, die relativ wenig Equipment besitzen, also immer noch ausreichend haben, also es mangelt nicht an Kameras. Aber es gibt natürlich auch bei uns die klassische Zielgruppe des Gear-Optimisten, der der Meinung ist, okay, ich kaufe mir jetzt das neueste, teuerste, beste Produkt der Firma Leika, und dann werde ich weltbekannt mit meiner Fotografie werden. Aber um zurückzukommen, die buchen tatsächlich fast jeden meiner Workshops. Und nehmen dadurch natürlich, also wir hatten jetzt in letzter Zeit zwei Storytelling-Workshops. Der eine ging eher darum, über drei Tage eine Geschichte zu entwickeln und jeden Tag Abend Feedback einholen, am nächsten Tag weiterarbeiten, das Feedback anwenden und so weiter und so fort, bis dann halt nach drei Tagen eine runde Geschichte draus geworden ist. Und der Workshop steht im Endeffekt im krassen Kontrast zu dem, was wir jetzt in zwei Wochen machen werden, wo das Konzept eher ist, wie er es als Kriegsberichterstatter nun mal eben kennt. Wir haben jetzt zwei Stunden und in zwei Stunden muss die Geschichte erzählt sein. Und so nimmt man natürlich immer wieder neuen Input mit. Also aus dem drei Tage entwickle ich eine Geschichte, nehme ich natürlich Wissen mit, was ich, ich muss eine Geschichte in zwei Stunden erzählen, auch wieder einbringen kann. Und wenn ich ein Storyteller oder ein Streetfotograf bin, dann kann ich natürlich aus einem Landschaftsfotografie-Workshop genauso etwas mitnehmen. Ich bin jedes Mal wieder fasziniert, wenn jemand Langzeitbelichtungen anwendet. Der 16-jährige Fabian ist in der Engelbert Straußhose an jedem Fluss gestanden mit dem Stativ und hat Langzeitbelichtungen gemacht, aber man vergisst halt auch einfach vieles wieder.

SPEAKER_01

Absolut, das stimmt, das stimmt. Das finde ich lustig. Das sind doch so irgendwie zwei Welten. Ich sehe mich ja natürlich immer so als kreativ und ich tue mich genau aus und ich mache meine Sachen, aber ich mache es zum Großteil im Studio. Also wurscht, ob es jetzt Pipel oder Food ist, ich kann das inszenieren. Ich habe die Zeit, ich habe einen Plan voraus. Und da finde ich eben den krassen Kontrast zu dem, was ich halt nicht so gut kann, weil ich es halt selten mache. Street Photography, Kriegsberichterstattung. Da kannst du nichts, also da musst du in der Sekunde reagieren. Wie erzähle ich jetzt diese Geschichte? Was passiert denn da? What the fuck is going on? Ich beneide dich, um deine Fähigkeit im Studio vorauszuplanen und es zu gestalten. Aber guck mal, ey, Flay. Also ich komme ja auch ganz zu dir. Keine Sorge. Aber finde ich spannend, wie unterschiedlich die Welten da sein können und obwohl man dann wieder mit denselben Themen sich auseinandersetzen muss und kämpfen muss. Cool. Du, Follow-Up-Question dazu. Weil du gerade Gear erwähnt hast. Also, ich war ja, also ich liebe Technik, ich bin ein bisschen nerd, ich sammle gerne von Biss und hätte natürlich gerne Arbeit nicht. Also ich hätte natürlich gerne jedes Objektiv und jede Kamera, die es gibt. Kämpfe aber andererseits wieder damit, mich zu reduzieren, so wenig Equipment wie nötig zu verwenden. Anfange von, ich möchte das Zeug nicht durch die Gegend schleppen müssen und es dann nicht verwenden und man wird, finde ich, kreativer, wenn man eingeschränkt ist. Also wenn ich jetzt nur das 50mm mit habe, dann muss ich anders denken und anders arbeiten, als wenn ich einen Rucksack voll Objektive mit da habe und dann machen wir das, das, das, das. Hast du eine Präferenz? Sagst du, man muss alles haben oder sagst du, nee, die kleinste Kammer mit einem 35 mm und let's go?

SPEAKER_02

Mir fällt gerade dieses schöne englische Wort, was es dafür gibt, nicht ein. Deutsche Übersetzung mit Maß und Ziel. Alles haben ist cool. Wenn du am Samstagnachmittag eine Runde durch Wien spazieren gehen willst und einfach ein bisschen fotografieren willst, den Rucksack mit dem 70200, dem Weitwinkel der zweiten Kamera, der dritten Kamera mitzuschleppen, wird dich eher nicht zu guten Bildern bringen. Allerdings, wenn du sagst, okay, also meine Lieblingsbrennweite, Kamerakombination ist N35er, 2014, was auch immer, auf einer M. Wenn du mich damit zum Autorennen schickst oder zum Fußballplatz schickst und willst, dass ich die Nahaufnahme des fußballspielenden Menschen mit dem Ball am Fuß noch irgendwie, das werde ich damit nicht hinkriegen. Weil wenn ich so nah dran bin, dann kriege ich den Ball ab. Also deswegen, ich glaube, man sollte sich auch da wieder intentional, das war das Wort, nachdem ich gesucht habe. Man sollte sich überlegen, was will ich heute machen, was ist der Job und dann so wenig wie möglich mitnehmen.

SPEAKER_01

Ansatz. Ich finde auch, also ich bin ja großer Fan eurer Kameras, weil sie ja so schön sind. Und auch tatsächlich so simpel und so einfach und so aufgeräumt. Und irgendwann einmal ist das so als Privat-Hobby-Kamera für meine persönlichen Ausflüge, dann mal so eine Monochrom mir umhängen zu können, um mein Leben zu dort. Ich habe jetzt wieder eine in der Akademie. Seit vorgestern. Mach's mir nicht schmackhaft hier, ja. Nein, finde ich echt schön. Und das Schöne daran ist eben das Kleine und das Unaufdringliche. Also wenn ich mit meiner Fotoausrüstung losmarschere mit der riesen DSLR oder mit der spiellosen und den drei Objektiven. Also das ist schwer, das nervt, das sieht jeder, während elegant umgehängt sind eure Kunstwerke, sag ich mal, meistens eleganter zu mitnehmen. Finde ich spannend. Du, privat. Du fotografierst ja auch sehr viel persönlich, sofern du Zeit dafür hast. Gibt es ein Foto, das du nicht gemacht hast, das du bereust? Darf man sagen, dass ich die Fragen vorher wusste?

SPEAKER_02

Nicht auf Fightness-mäßig schlecht vorbereitet habe.

SPEAKER_01

Aber ich wollte sagen, ich finde diese Frage nicht sehr schön.

SPEAKER_02

Könnte sie selber nicht beantworten, aber. Das ist mir nämlich auch so gekommen. Also ich habe so gedacht, okay, es gibt ja doch viele Fotos, die man irgendwie gerne machen würde oder jeder hatte so, möchte ich frage, meinen, ich habe so für mich so eine Idee, wie meine Fotografie ausschauen soll. Und es gibt tatsächlich kein, nicht das einzelne Foto, wo ich dachte, boah, wäre ich an dem Tag zu der Zeit dort gewesen, hätte ich dieses Foto machen können und ich wollte lieber Serie auf der Couch schauen. Also so dieses Szenario gibt es nicht, aber was es schon immer wieder gibt, und das baut auf eine von vor drei Fragen oder sowas auf, dieses Muttthema. Also ich möchte mich eigentlich persönlich gerne weiterentwickeln Richtung Porträt. Und wir leben in einer Stadt voller verschiedener Menschen, und viel zu oft traue ich mich einfach nicht hinzugehen und zu sagen, hey du, ich fotografiere voll gerne und würde mich gerne irgendwie weiterentwickeln, hast du Lust, irgendwie zu modeln und wir machen einfach coole Bilder zusammen. Das ist eher das, was ich bereue, dass ich hin und wieder doch einfach doch zuschüchtern bin.

SPEAKER_01

Ich finde es spannend, um da auch kurz mal nachzufassen. Ich habe noch nie in meiner ganzen 20-jährigen Fotografie halt irgendjemand auf der Straße angeredet und gesagt, hey, ich würde dich gerne fotografieren, obwohl ich es mir sehr oft gedacht habe. Aber es ist dann wieder dieses inzwischen alter weiße Mann, der meistens irgendwelche jüngeren Menschen anspricht und das kommt einfach, also natürlich gibst du eine Visitenkarte und schaut, dass ich mache und dass ich ein echter Fotograf bin und nicht irgendein Widow. Aber ich schließe mich da an, während ich sonst überhaupt kein Problem habe, extrovertiert für hundert Leute zu reden. Ganz genau. Dieses One-on-One, irgendwo jemanden anzusprechen und sagen, hey, komm, lass uns Fotos machen.

SPEAKER_02

Aber ich glaube, das hat einfach auch die Zeit und die mediale Aufmerksamkeit, die Fotografie bekommt und das ganze Datenschutzthema einfach extrem. Ich sage nicht, dass das schlecht ist, das ist wichtig, Bildrechte und brauchen wir uns gar nicht drüber unterhalten. Es ist extrem wichtig, dass jeder respektvoll miteinander umgeht und Persönlichkeitsrechte sind wichtig. Aber ich glaube, diese extreme Präsenz dieses Themas lässt einen einfach vorsichtiger sein. Und führt dann auch zu einer gewissen Schüchternheit, glaube ich. Missed Opportunities, wie es so schön heißt, ja.

SPEAKER_01

Ich finde das lustig, weil ich habe mir diese Frage natürlich auch gestellt, ob es Fotos gibt, die ich gern gemacht hätte. Und eigentlich fällt mir jetzt spontan nichts ein, wo ich sage, boah, dieses Foto hätte ich unbedingt machen sollen. Aber so im Rückblickend, die Events, die Tage, die Geschichten, die Momente, an denen ich die meisten Erinnerungen habe, die mich am National am meisten noch mitgenommen haben von frühester Kindheit bis heute, sind eigentlich fast all die Momente, wo es keine Bilder dazu gibt. Ich habe wirklich schon geile Sachen fotografieren dürfen, die coolsten Konzerte, Events und sonst was. An dich erinnere ich mich dunkel, ja, da wie Fotos. Aber diese wirklichen wahren Momente, da habe ich jetzt keinen Bauch wie und sage, oh, hätte ich doch ein Foto gemacht, weil die sind einfach so schön in Erinnerungen geblieben.

SPEAKER_02

Also es ist zwei Sachen dazu. Punkt 1, kaufe endlich eine Leika, weil die Leiker-Stream hat überall dabei, dann passiert ja das nicht mehr, dass du irgendwelche wichtigen Events nicht mehr fotografierst. Und der Punkt zwei ist, natürlich, wenn ich jetzt, also ich habe ja auch als Berufsfotograf eine Zeit lang gearbeitet und wenn du dann ein Event fotografiert hast, was ich dann schon hin und wieder denke, ist mir, um Gottes Willen, was hast du denn da gemacht? Weil halt irgendwie das Framing total off war oder ich auf die Schnelle die Einstellung richtig im Ding und dann hat das Bild halt total komisch ausgeschaut und ich denke mir aber, boah, der Event, der Moment wäre perfekt gewesen. Insbesondere wenn man mit der M fotografiert, also reiner Manuell Fokus. Und du denkst dir, okay, das Lächeln ist perfekt oder keine Ahnung, die Emotion ist perfekt. Das ist scharf, wie schön. Also das sind eher die Sachen, die ich bereue. Let's call it art, ne? Schwarz-weiß-Grain drauf fertig.

SPEAKER_01

Aber ich finde das anders jetzt auch wieder spannend, weil ich habe, das ist jetzt schon eine Weile her, bei einer Jury mitgemacht und wir haben halt Bilder bewertet für unterschiedliche Kategorien. Und da hat Platz zwei ein Bild gemacht, das total unscharf war. Und es war so, Morgen Surfer, Leute gehen raus. Aber du hast dir das Bild angeschaut und du warst dort. Du hast es gespürt. Du warst auf den Stand mit den Leuten, die dort waren. Und bei dieser Preisverleihung dann war irgendjemand, der daneben gestanden und sich das Bild angeschaut hat. Ich verstehe nicht, wer das gewonnen hat, bleib ein Platz, da ist ja nicht scharf, das funktioniert ja nicht. Also es hängt schon sehr viel vom Kunstverständnis hoch gerade. Aber wie dieses Bild auf dich wirkt. Und zum Glück ist das was Subjektives, jeder nimmt das anders wahr. Aber mir wäre ein Foto, wo das Ohr scharf ist und der Moment wichtig ist, besser, lieber als zehn tote Fotos, wo alles perfekt scharf und retuschiert ist.

SPEAKER_02

Aber ja. Mein Lehrmeister hat das damals relativ schön formuliert. Also früher war die Fotografen-Lehrer, du musst halt wissen, wie du einen Film entwickelst, du musst halt wissen, wie Blende dieser Verschlusszeit, Belichtungsmesser, wie funktioniert Studioblitz und ob dann die Familie irgendwie schön positioniert ist. Ja, mein Gott. Hauptsache das Bild ist scharf und hell genug und du hast nicht der Rolle Film verschossen für nix. Das ist halt dadurch, dass das Fotografien an sich einfacher geworden ist, was ja sich nicht von der Hand abweisen lässt. Ist der kreative Anspruch viel größer geworden. Und das ist eben genau der Punkt. Also wie fühlt es sich an? Ob jetzt die Drittelregel perfekt eingehalten ist oder das Bild mit Blender 1,4 oder 2,8 gemacht ist. Völlig zeigt. Wir so kennen wir es aus uns. Nerds und Fotografen.

SPEAKER_01

Aber du triffst da einen Punkt, der eigentlich auch richtig ist. Wir leben ja in einer Welt, wo es immer mehr Bilder gibt. Bilderflut. Jeder von uns konsumiert 10.000 Fotos auf Instagram, während er am Klo sitzt oder sonst irgendwas. Was muss denn heute ein Bild haben, dass du hängern bleibst oder dass es heraussticht? Ich musste lachen, als ich die Frage gelesen habe, ja.

SPEAKER_02

Am besten ChatGPD fragen, was der Algorithmus gerade sehen will. Also ich habe vor langer, langer Zeit mal irgendwie gelesen, das war dann ganz Instagram kritisch, dass der Algorithmus aktuell Haut im Bild höher einstuft, weshalb dann plötzlich alle InfluencerInnen angefangen haben, in Badehose oder in Bikinis zu posen, weil auch wenn sie das nächste Notizbuch präsentieren, wenn Haut im Bild zu sehen ist, dann wird es höher gerankt. Und das sind so Sachen, wo ich mir denke, okay, das hat sich, glaube ich, in der Fotografie einfach extrem verändert. Und da ist wieder das Thema, was ist meine Intention hinter der Fotografie? Es reicht nicht mehr handwerklich gut zu sein, es reicht auch nicht mehr, die kreativsten Bilder zu machen, glaube ich. Bekanntheit erlangt man wahrscheinlich vor allem, indem man dem Algorithmus entsprechend das liefert, was er sehen will.

SPEAKER_01

Bitter, aber natürlich hast du da recht, ja.

SPEAKER_02

Ja, also das ist traurigerweise, glaube ich, einfach geradeaus so und am Ende des Tages freue ich mich viel mehr, wenn irgendwie Leute, die ich in der Fotografie respektiere, die ich bewundere, wo ich sage, okay, wow, so würde ich gerne fotografieren, wenn dann von der Person ein Like kommt oder wenn dann die Person auf eine Story reagiert und sagt, hey, geiles Foto.

SPEAKER_01

Cool, ja, voll. Das ist aber wieder das Schöne an Social Media, dass diese Welt kleiner geworden ist, dass du jetzt tatsächlich ein Like von deiner Vorbild in Amerika kriegen könntest oder sonst irgendwas, den du früher nicht einmal irgendwie spüren oder reden hättest können. Ich habe mir das Thema natürlich auch immer wieder überlegt und ich überleg es mir ja auch als Fotograf, was muss ich denn machen, dass meine Bilder herausstechen. Und ich bin natürlich noch auf keinen Gründen angekommen, außer den Algorithmus schön gut zu tun, was ich nicht immer machen möchte, weil es ja auch nicht immer das beste Bild liefert. Aber ich bin so bei mir auf so zwei, drei Sachen gekommen. Es muss entweder wer sein, den ich kenne, weil mich dafür interessiert, wenn man es wiederkennt, die Person, oder es muss wirklich grottenschlecht sein, dass ich mir denke, what the hell happened here? Da bleibt man hängern, ja. Das ist ja schuld. Da findet man auch wieder den Algorithmus. Und das muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein, sondern es kann auch manches mal so in Kontraste sein, dass du sagst, hey, das ist ein Foto von einer Sachertorte in einem Setting, das ich noch nie gesehen habe. What the hell is happening here? Und das finde ich wieder so cool, weil das baue ich dann gern wieder in meine Fotos an und denke, okay, jetzt brechen wir mal das klassische Format, mache ein bisschen was anderes.

SPEAKER_02

Aber auch da, ich glaube, also die Idee, die Sachatorte mit dem Senf und dem Motorkringer am Würstelstand zu fotografieren. Ich glaube, worauf ich hinaus will, ist, dass man das Rad wahrscheinlich nicht mehr neu entwickeln erfinden wird in der Photographie. Also die edgyeste Streetphotographie hat es schon gegeben, die aufregendste und unüblichste Foodfotografie hat es schon gegeben, die verrückteste Make-up-Kunst bei der Porträtfotografie, also hat es ja alles schon gegeben. Ich glaube, wenn man damit Geld verdienen will, ist Fotografie am Ende des Tages eine Dienstleistung. Das heißt, ich denke, dass locker die Hälfte des kommerziellen Erfolgs davon abhängt, ob Leute gerne mit dir arbeiten. Natürlich muss man kreativ sein, aber das ist der Ausgangspunkt. Aber du musst das Rad nicht neu erfinden. Also ich kenne so viele Fotografinnen, die offensichtlich den Stil von jemand anderem kopieren und denen dann teilweise sogar, also ich beobachte ja auch andere Workshops, die so passieren, und dann eins zu eins denselben Workshop halten, mehr oder weniger. Oder zu dem Thema, was eine andere Fotografin bekannt gemacht hat, jetzt selber so arbeiten und damit Workshops verkaufen. Aber vielleicht, weil die Person einfach netter ist. Oder vielleicht, weil die Person einfach das passendere Netzwerk hat.

SPEAKER_01

Ich glaube, das ist auch ein Punkt, der viele unterschätzen oder das am Alltag untergeht, die Persönlichkeit des Fotografen, der Fotografin und wie gern man mit denen zusammenarbeitet. Also gerade im Bereich Porträt, damit ich ein schönes Porträt von dir machen kann, musst du dich wohlfühlen und wir müssen miteinander können. Wir müssen jetzt nicht Best Buddies sein, aber wenn du mir denkst, hey, was ist denn das für ein Typ und ich denke mal, oh, wann geht der endlich, dann werden wir kein gutes Foto dran kriegen. Zumal ich mein Gesicht absolut nicht unter Kontrolle, habe ich sie nicht leiten kann. Ich habe gelernt, vieles zu verstecken über die Jahre hinweg, aber man sieht es teilweise in den Fotos. Und ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, weil es gibt Kolleginnen und Kollegen, die machen unglaublich technisch perfekte Fotos und dann lernst du sie kennen und denkst dir, ach, das erklärt vieles. Ohne jetzt böse sein zu wollen.

SPEAKER_02

Ich meine, ist ein Skill dazugehört. Aber da hat es jetzt neulich wieder einen Fall gegeben. Meine Freundin hat mir ihre Kamera in die Hand gedrückt, ich soll nochmal schnell ein gutes Foto von dir machen. Okay, ich schaue halt, wo kommt das Licht, welcher Hintergrund schaut gut aus, und dann war das halt ein gestelltes Foto. Aber weil das halt so irgendwie im Gehen gerade war und es muss eine Connection da sein. Und wenn das jetzt keine schöne Aussage ist, das wird auch AI nie ersetzen können.

SPEAKER_01

Ich bist du sehr gut. Du, und weil du es jetzt gerade gesagt hast, so im Moment drin sein und Actionfotos machen und dass die Technik eigentlich jetzt nicht zu einem Mega-Aufhänger ist. In Zeiten wie diesen ist die Smartphone-Fotografie ja auch immer wichtiger und das ist so eine Kamera, die man immer dabei hat und dementsprechend halt die wichtigste, weil mit dir macht man tatsächlich Fotos. Es gab jetzt das Lightsphone von Xiaomi und Leika. Ist das etwas, wo du denkst, hey geil, zum Glück gibt es das endlich oder ist das etwas, wo du dir denkst, ja, cool, dass es das gibt, aber jetzt nicht unbedingt bahnbrechend für die Fotografie?

SPEAKER_02

Das ist, glaube ich, ähnlich, die Handyfotografie oder die digitale, es ist ähnlich, was die digitale Fotografie für die analoge Fotografie war. Der allseits zitierte Satz, die beste Kamera ist die, die du dabei hast, auch der wird sich so schnell nicht ändern. Und ein Handy mit einem 1-Zoll-Sensor, was einen super Zoom hat und so weiter und so fort, ist doch grundsätzlich toll, Menschen die Fotografie zugänglicher zu machen. Also ich bin nebenbei auch im Radfahren relativ aktiv. Und Gatekeeping ist grundsätzlich etwas, was das Leben nicht schöner macht. Ja, und wenn ich jemandem die Möglichkeit gebe, hey, da gibt es ein Handy, was echt coole Fotos macht, dann ist doch die Hemmschwelle viel geringer zu sagen, okay, jetzt probiere ich halt mal aus, was eine RAW-Datei ist. Oder jetzt probiere ich halt mal aus, wenn da 120 mm steht, was das bedeutet. Natürlich schaut das Foto nachher nicht so gut aus, wie wenn es aus einer Vollformatkamera ist oder aus einer Kamera mit einem richtigen Objektiv. Brauchen wir gar nicht drüber reden, aber.

SPEAKER_01

Finde ich einen sehr spannenden Zugang. Also so habe ich das persönlich noch nie. Ich bin auch über so hin und her gerissen. Natürlich freue ich mich, dass die Leute mehr fotografieren. Ich bin dann immer der schockiert, der Moment, oh du mach das Foto und dann kriegst du ein Handy in die Hand gedrückt, weil du bist ja der Fotograf, das muss toll werden. Dann denkst du, das wird nicht toll, weil das ist halt ein Handy und es ist dunkel, was soll man machen. Aber natürlich, ja. Je mehr Leute das wieder.

SPEAKER_02

Das ist ja wieder ein technischer Zugang. Das Bild kann nicht gut werden, weil es ist dunkel. Das ist ja ein Megapixel und Sensorgröße und dieser Zugang. Wie angesprochen fahre ich relativ viel Fahrrad und ich tue mir mit dem Handy fotografieren halt eher schwer, weil ich irgendwie doch die ein oder andere Einstellung manuell vornehmen möchte. Hab mich jetzt unlängst doch mal der Deluxe 8, also unserer Microforth-Knipsy-Zoom-Kamera sozusagen genähert und habe einen Artisangut, den ich schön umhängen kann, den ich schnell Längen verstellen kann, mir daran gemacht und hab die jetzt mal beim Radfahren mitgehabt. Natürlich ist es keine M. Natürlich ist es keine SL oder eine irgendwie eine andere Vollformatkamera mit einem lichtstarken Festbrennweitenobjektiv. Aber es war halt auch die Kamera, die ich beim Radfahren freihändig bedienen konnte, wo ich schnell die Verschlusszeit ändern konnte, schnell die Brennweite ändern konnte, ohne irgendwie in irgendein Menü einsteigen zu müssen. Absolut. Die Kamera, die dabei ist.

SPEAKER_01

Also ich finde, eines der wichtigsten Sachen ist genau das. Die Frage kommt ja bei dir und bei mir immer wieder, welche Kamera soll ich mir kaufen? Welche Kamera ist die beste? Welche kann will? Und ich glaube, eine der wenigen Antworten, die gültig ist, abgesehen von natürlich, hängt davon ab, was du fotografieren willst, bla bla bla, die du bedienen kannst, ja. Weil du, wenn du seit zehn Jahren das so eine Menü in- und auswendig kannst, dann will ich nicht sagen, kauf dir da irgendwas anderes, sondern bleib bitte dort und nutzt das. Und genauso ist es halt auch so, je simpler die Kamera ist und sei es ein Handy. Wenn du dich annäherst und lernst, passt das und irgendwann stößt dann die Grenze und stellst fest, hey, ich brauche ein anderes Objektiv, ich brauche einen Blitz, ich brauche irgendwas.

SPEAKER_02

Und auch das ist ja eine Frage von dem, was mir im Leben wichtig ist. Fotografie ist ja nicht für alle Menschen auf dieser Welt Priorität Nummer eins oder zwei. Verstehe ich nicht. Ich verstehe es auch nicht. Es ist auch jedes Mal wieder komisch, wenn ich auf der Straße Menschen erzähle, dass ich für Leika arbeite und die. Was ist Leika? Also es scheint eine Parallelwelt zu geben zu dieser, in der wir leben. Aber ja.

SPEAKER_01

Perfekt. Du, kommen wir mal so langsam Richtung Abschluss. Du hast ja mit sehr, sehr vielen unterschiedlichen Menschen in der größeren Fotoszene zu tun und auch unterschiedliche Länder unterschiedlich, unterschiedliche Ansprüche unter Privat und Professionals. Gibt es irgendetwas, das du dir von der Fotoszene wünschen würdest? Und sagen würdest, wenn, wenn ihr doch mal ein bisschen weniger oder ein bisschen mehr davon machen würdet? Über die Frage habe ich mich gefreut, als ich die gelesen habe. Kommt jetzt der dreistündige Serum?

SPEAKER_02

Nein, nein, sowas passiert erst mit dem Glas Wein vom Kaminfeuer in philosophischer Stimmung. Nein. Was ich mir schon wünschen würde, ist irgendwie einen, den Community-Gedanken größer zu leben. Nicht größer im Sinne von, wir brauchen mehr Menschen in der Community. Also ja, brauchen wir, aber das ergibt sich von alleine, weil wir eine super Community haben. Sondern einfach irgendwie mehr sich gegenseitig zu unterstützen, irgendwie sich auch mal Zeit zu nehmen, die Fotos von anderen anzuschauen und irgendwie das Miteinander zu stärken, gegenseitig motivieren und nicht dieses häufig Gesehene, na, das könnte ich ja auch. Das kann ich besser. Das ist das allerdings. Das ist dieses Gatekeeping. Also wenn wir davon irgendwie ein bisschen wegkämen und also ich muss hin und wieder tue ich auch die Kamera mal weg, wenn ich auf eine Ausstellung gehe oder sowas, packe die bewusst in die Tasche, weil ich halt nicht sofort irgendwie als der Technikmensch, der eine Kamera umhängen hat, rüberkommen will, sondern mir einfach mal die Kunst anschauen will, die dort hängt oder das, was andere über Fotografie denken, unabhängig davon, dass ich jetzt eine Leike umhängen habe und die andere Person vielleicht ein anderes Fabrikat. Es geht um Fotografie, wir wollen alle schöne Bilder machen.

SPEAKER_01

Das stimmt. Da waren zwei sehr wichtige und schöne Punkte drin. Einerseits auch dieses ab und zu abschalten und einfach inspirieren lassen. Also ich kann ab und zu durch die Straßen Wiens gehen ohne Street-Fotos machen, sondern sondern kann einfach die Atmosphäre genießen oder mir eine Galerie anschauen, ohne dass wir meine Kamera umhängen. Und das, was mir immer so ein bisschen ein Dorn im Auge dran ist, ich glaube nicht, dass es nur an uns liegt, aber dieses Brand Wars, dieses meine Kamera ist besser als deine Kamera. Wir leben in einer Zeit, wo wirklich jede Kamera von jeden Herstellern zwischen großartige Fotos macht. Und welcher Name da draufsteht, ist meiner Meinung nach ein bisschen sekundär. Natürlich haben wir Arbeitgeber, die uns da anderes wünschen. Aber auch da dieser Zusammenhalt, dieser Austausch oder gehen wir doch gemeinsam mit fünf verschiedenen Kamerabrands mal fotografieren, das fand ich immer spannend und cool eigentlich.

SPEAKER_02

Mal auf Instagram wird keiner fragen, außer die Tech-Nerds, mit welcher Kamera hast du das Foto gemacht?

SPEAKER_01

Genau, eben. Und diese Frage fällt normalsterblichen Menschen nie ein. Und die sehen auch nicht das wunderbare Bouquet im Hintergrund, sondern sagen, ja. Da brauchen wir eine ganze andere Aufnahme auf und dann können wir noch zwei Stunden genau darüber philosophieren. Wir springen beiden mit und sehen wir mal auf und schauen, ob wir dann senden. Cool. Du, wir haben eine Rausschmeißerfrage, die wir all unseren Gästen stellen. Und zwar, wohin glaubst du, entwickelt sich die Fotografie so in den nächsten zehn Jahren? Einerseits so ein bisschen technisch als auch inhaltlich. Hast du Prophezeiungen, Wünsche? Fotografie ist tot, ey, er wird das alles übernehmen.

SPEAKER_02

Nein, natürlich nicht. Das wird nicht. Nein, das wäre ganz schlecht. Nein, und so glaube ich, ist es auch nicht. Ich glaube, dass die Fotografie sich, also die klassische Produktfotografie, wir brauchen einen Freisteller, gibt es ja sowieso schon nicht mehr so wirklich. Ich denke, es wird sehr viel analoger werden. Ich habe neulich mal so am Rande mitgehört, dass doch ein Fünftel unserer verkauften Kameras analog sind. Das hätte ich nicht erwartet, wenn ich ehrlich bin. Ich glaube, die Fotografie wird analoger, die Fotografie wird authentischer, weniger technisch. Und der Hobby- und EnthusiastInnen-Anteil wird stark zunehmen und der Berufsanteil wird sich stark verändern. Ich habe tatsächlich eine Anfrage gehabt, ob ich nicht ein Hotel vollkommen analog fotografieren könnte. Ich habe gefragt, warum. Da haben sie gesagt, sie möchten das gerne so. Ich habe das Angebot um den Filmpreis erhöht. Jetzt wollen sie es nicht mehr. Jetzt wollen sie es nicht mehr. Aber es ist ja offensichtlich. Es ist ein Lied dafür da, zu sagen, okay, wir möchten etwas, was vermeintlich unverfälschlich ist. Das analoge kann ich genauso facken, aber deswegen sage ich also Authentizität, Nahbarkeit, gefühlvoll. Imperfection.

SPEAKER_01

Das ist das Schlagwort immer öfter aufkommt. Ein sehr, sehr schönes Schlusswort. Fabian, vielen Dank für deinen Besuch und für deine Zeit und die coolen Inputs. Mit dir unterhalte ich mich immer sehr gerne zu den unterschiedlichen Themen. Ich werde mir erlauben, die Leike Academy Seite zu verlinken und ihr habt, glaube ich, auch eine WhatsApp-Community, wo man sich über die nächsten Events, Ausstellungen etc. informieren kann. Würden wir einfach auch verlinken und alle, die Fragen haben an dich, beziehungsweise an Leiker, finden dich regelmäßig im Leiker Store?

SPEAKER_02

Finden mich regelmäßig in der Leika-Gallerie, finden mich über die Leike Akademie, Leiker Akademie Austria, Instagram, Social Media, man findet mich irgendwie schon.

SPEAKER_01

Perfekt. Dann bis demnächst und danke für den Besuch.

SPEAKER_02

Sehr, sehr gerne.

SPEAKER_01

Bis bald.

SPEAKER_00

Wir haben uns gefreut, dass ihr dabei wart und hoffen, es hat euch gefallen. Bis zur nächsten Folge des Fotoobjektiv Podcasts von Kliff Kapertys und Klaus Lorbeer.