Pixel & Objektiv
Pixel und Objektiv, wo Bilder sprechen und Fotografen plaudern. Der Podcast von Klaus Lorbeer, Chefredakteur des Fotoobjektiv-Magazins und Cliff Kapatais, Fotograf und Agenturchef. Pixel & Objektiv beschäftigt sich mit Fotografie in all ihren Facetten und wendet sich sowohl an alle, die selbst fotografieren, wie auch an jene, die sich für Fotografie interessieren.
Kontakt: pixel.talk@fotoobjektiv.at
www.fotoobjektiv.at; www.pixelcoma.at
Pixel & Objektiv
Im Gespräch: Eva Kelety über die Berufsfotografie und die Bedeutung des Netzwerkens und der menschlichen Empathie in Zeiten der KI
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In der ersten Folge der zweiten Staffel von „Pixel & Objektiv“ plaudern Klaus Lorbeer und Cliff Kapatais mit der Wiener Landes- und Bundesinnungsmeisterin Eva Kelety. Sie erzählt, wie sie zur Fotografie gekommen ist, erklärt, warum die Innung echten Rückhalt sowie Rechtsschutz bietet und weshalb starkes Netzwerken das A und O für Fotoprofis ist. Besonders wichtig ist Kelety der menschliche Aspekt und die notwendige Empathie, welche die Fotografie auch künftig von KI-generierten Bildern abheben werde.
Weitere Infos:
https://berufsfotografie-oesterreich.at
www.wko.at/oe/gewerbe-handwerk/berufsfotografie/start
Pixel und Objektiv, wo Bilder sprechen und Fotografen plaudern. Der Podcast von Klaus Lorbert, Chefredakteur des Foto Objektiv Magazins und Kliff Kaperteis, Fotograf und Agenturchef.
SPEAKER_02Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Pixel und Objektiv, dem Podcast von Klaus Lorber, Herausgeber des Fotografiemagazins Photoobjektiv. Ja, hallo. Und in meiner Wenigkeit Cliff Kappertheis vom Pixelkomma. Wir haben heute wieder einen wunderbaren Gast bei uns und zwar unsere Innungsmeisterin der Berufsfotografen-Innung, Eva Kelletti. Herzlich willkommen.
SPEAKER_04Danke für die Einladung.
SPEAKER_02Eva, bevor ich einfach gleich loslege und dich mit Fragen überrolle, magst du dich mal kurz vorstellen, wie bist du generell zur Fotografie gekommen? Du bist aber auch Berufsfotografin und nicht nur Innungsmeisterin. Und wie wird man denn dann Innungsmeisterin?
SPEAKER_04Also ich bin seit 21 Jahren selbstständig als Fotografin im Bereich Businessporträts, Employer Branding und Architekturfotografie. Und habe als Volksschulkind mir eine Kamera gewünscht, dann viel Taschengeld ausgegeben für diese Blitzkuben. Ich weiß nicht, ob ihr die noch kennt, so aus den 80er, 90er Jahren, wo man viermal Blitzen konnte, dann war sie wieder aus. Also da ist genau da ist viel Geld reingeflossen. Und mit 14 Jahren wurde ich dann auf der Grafischen aufgenommen, Zweig Fotografie und war danach beim Fotoachiv von Red Bull und habe mich dann selbstständig gemacht.
SPEAKER_02Sehr cool. Und was hat dich dann dazu bewogen, Innungsmeisterin zu werden, beziehungsweise wie wird man das denn generell?
SPEAKER_04Ich habe mich zur Wahl, zur Wirtschaftskammerwahl 2025 gestellt, hatte ein super Team hinter mir. We have die Wahl gewonnen. Also so, das ist mal der Durchlauf. Wie es funktioniert, and drei Monate später war dann auch noch die Wahl zur Bundesinnungsmeisterin, wo ich mich auch zur Wahl gestellt habe und auch gewonnen habe. Also ich bin Wiener Landesinnungsmeisterin und Bundesinnungsmeisterin der Berufsfotografie.
SPEAKER_02Vergesse ich, weil ich sag, weil du ja nur in meinem Universum Wien bist. Aber natürlich bist du auch Bundesinnungsmeister. Das heißt vom Prozedere her, man stellt sich einfach auf, man hat ein Team, man lässt sich wählen, also wie wenn man sich für einen politischen Samt oder der gleichen bewirbt. Für mich klingt das immer noch sehr, sehr viel undankbarer Arbeit. Also gerade was man da so im Bereich der Wirtschaftskammer teilweise machen muss oder darf. Was waren denn die Beweggründe dahinter? Wolltest du die Welt verändern oder is es can man da wirklich was machen for the Fotografie?
SPEAKER_04Also die Welt verändern aus der Berufsfotografie kann man vielleicht auch ein bisschen, ja. Indem man bestimmte Geschichten sichtbar macht. Aber ich wollte etwas verändern in der Innung der Berufsfotografie. Ich wollte mehr Kommunikation auf Augenhöhe, Transparenz und auch mehr Gerechtigkeit. Und das sind Werte, für die ich stehe.
SPEAKER_02Sehr, sehr cool. Perfekt. Du, weil wir die ganze Zeit jetzt über diese Innung reden, das ist ja ein sehr österreichisches Thema eigentlich. Was macht denn die Innung für Berufsfotografen und Berufsfotografinnen eigentlich? Was hat Funktionen? Was kann ich da hinkommen und mir was wünschen oder wie funktioniert das?
SPEAKER_04Also wir machen sehr viel. Wir haben einerseits sehr viele Veranstaltungen für unsere Mitglieder, das heißt, wir haben Vorträge, da haben wir Kooperationen. Die Reihe heißt Im Focus, findet im Leiker Store Vienna statt. Und dort laden wir internationale Fotografinnen und Fotografen ein, um über ihre Arbeit zu sprechen, damit auch unsere Mitglieder nochmal mehr Blick in die Welt haben können. Und wir machen sehr viele Workshops zu Themen, die aktuell sind, wie jetzt natürlich KI, dann auch rechtliche Vorträge und Workshops, oft vom RSV.
SPEAKER_00Breite Palette und die ihr anbietet. Und diese Vorträge zum Beispiel in Fokus sind nur für die Innungsmitglieder oder sind die offen auch?
SPEAKER_04Dadurch, dass es eine Kooperation ist, laden wir nur Mitglieder ein und die zweite Hälfte der Plätze quasi im Liker Store ist besetzt durch Freunde, KundInnen, Kunden vom Liker Store.
SPEAKER_02Ich bin sicher, du kriegst den ganzen Tag die interessantesten Nachrichten und Aufgaben und Fragen, weil jeder Fotograf und jede Fotografin hat halt irgendwelche wünschebeschwerden Themen, die alle bei dir deponiert werden. Gibt es so eine Richtlinie oder einen Vorschlag, wann man sich aktiv bei euch melden soll? Ich nehme an, man hört sehr viel Negatives, man wollte ja auch Positives hören, wenn irgendwas besonders gut funktioniert.
SPEAKER_04Also natürlich, wer möchte nicht Positives hören, wenn etwas gut funktioniert? Aber ich rate allen, die sich selbstständig machen wollen, schon im Vorfeld mit der Inneren Kontakt aufzusuchen und sich da schon vorab zu informieren. Wenn es um Schwierigkeiten geht und Probleme, sind wir auch die erste Anlaufstelle und helfen dann in alle möglichen Richtungen, sei es jetzt, wenn es rechtlich ist, mit dem RSV oder manchmal gibt es auch Mitglieder, die mit mir sprechen wollen oder dem Geschäftsführer bei der Geschäftsstelle. Also da gibt es alle möglichen Schwierigkeiten und auch Fragen einfach. Also gerne anrufen und wir kümmern uns dann drum.
SPEAKER_02Vielleicht an der Stelle auch ein kurzes positives Feedback meinerseits. Gerade das Rechtsservice der RSV ist großartig, habe ich bis jetzt in meiner Karriere nur einmal gebraucht, aber da hat alles perfekt und prompt funktioniert.
SPEAKER_04Schön zu hören.
SPEAKER_02Genau, also da die klassischen Fälle, vielleicht für unsere Hörer und Hörer, die es nicht wissen. Copyright-Verletzungen, wenn irgendwer ungefragt eure Bilder verwendet, wenn irgendwelche Rechnungen nicht zahlt werden, wenn es Streitigkeiten gibt wegen Auslegungen oder sonst was. Das wäre zum Beispiel ein Tipp meinerseits, da schicke ich ihm alle zu euch bzw. zum RSV, weil da wird dann wirklich professionell und einfach und problemlos geholfen.
SPEAKER_04Richtig, freut mich, dass der ist.
SPEAKER_00Das ist ja schon ein gutes Stichwort, Copyright-Verletzungen, aber die Branche verändert sich ja sehr stark. Also ich denke jetzt an die Social Media, Medien verändern sich, Medienhäuser. Besonders interessant sind natürlich dabei auch mit den Social Media neue Berufe wie Content Creator. Es gibt neue Technologien wie die künstliche Intelligenz. Also viele Sachen, die die Fotografie jetzt betreffen und verändern. Wie siehst du denn hier die Lage der Berufsfotografinnen und die Herausforderung, die sich ihnen darstellt?
SPEAKER_04Also die Herausforderung in Bezug auf KI ist, glaube ich, wirklich in jedem Feld die, dass sie sich so schnell weiterentwickelt, dass man kaum nachkommt. Da ist es wichtig, dass wir als Fotografinnen und Fotografen versuchen zu schauen, was ist das Wichtigste für uns, wo können wir es am besten nutzen, dass es uns, dass eine Zeitersparnis ist und da einfach am Ball bleiben, sich weiter austauschen, auch mit Kolleginnen und Kollegen.
SPEAKER_00Und es gibt wahrscheinlich auch Informationsveranstaltungen über all das. Also künstliche Intelligenz nehme ich mal an. Ich werde da versuchen, auf verschiedenen Kanälen zu informieren.
SPEAKER_04Genau, dazu haben wir immer wieder Vorträge oder auch Workshops hatten wir vor drei Monaten circa mit Ines Thompson und Martin Dörsch.
SPEAKER_00Perfekt. Genau. Die waren, war der Martin schon bei uns? Der Martin war noch. Naja, wir hatten mal eine Podiumsdiskussion, genau und da war er dabei.
SPEAKER_02Also er wollte ich gerade sagen, der Martin war eh schon so unser Podcast, aber offiziell müssen wir mal einladen. Cool. Du, aber das heißt, wie ich angefangen habe zu fotografieren, da gab es noch den Meister. Ich war einer der Letzten, der dieses wunderbare Meisterthema machen durfte. Ich habe mich damals ein bisschen geärgert, weil ich mir dachte, boah, das ist so schwierig und man muss so viel machen, bis man dann endlich nur fotografieren darf, weil es ja nicht, also ich will ja nicht Arzt werden oder sonst was. Rückblickend finde ich es sehr, sehr cool, weil einerseits ist es natürlich ein Qualitätsmerkmal, aber was mir viel, viel mehr gebracht und geholfen hat, war einfach auch das Vernetzen mit den Kollegen damals, also mit denen man gemeinsam in dieser Meisterklasse war. Das hat dann doch zusammengeschweißt und ein cooles Netzwerk ergeben. Und damals war das safe. Man war Fotograf und man durfte fotografieren und alle anderen durften das nicht, also professionell fotografisch Geld verdienen damit. Das ist mit dem Fall der Meisterprüfung und mit dem offener Beruf quasi ein bisschen weggefallen. Und es ist mir gefühlt jetzt mit jeder hat ein Handy und Content wird sowieso nur noch am iPhone gedreht und sonstige Sachen komplett verschwunden. Gibt es heute noch so etwas wie einen geschützten Beruf oder ist die Fotografie inzwischen komplett offen und jeder darf arbeiten und Rechnung stellen?
SPEAKER_04Also eben das reglementierte Gewerbe ist 2013 gefallen und seitdem ist es ein freies Gewerbe, aber man muss einen Gewerbeschein anmelden in der Berufsfotografie, sobald man fotografisch tätig ist.
SPEAKER_02Aber das fotografisch tätig sein ist ja jetzt wieder so ein bisschen schwammig ausgelegt, weil ich sag mal, ich bin eine Werbeagentur und wir machen Social Media Content für irgendwelche Kunden und das machen wir eh nur mit dem iPhone. Das wird halt keiner als fotografische Tätigkeit. Selbst wenn, ich werde jetzt nicht bei euch anrufen und sagen, du, die haben jetzt ein Video gemacht am iPhone, weil das einerseits finde ich sehr unsympathisch ist und andererseits eh auch nichts bringt. Findet ihr, also ich hear oft von älteren Kollegen auch, dass this geschützte Welt einfach war, weil da konnte man sagen, du bist Photograph, du hast gearbeitet, du darfst das, viele andere durften das nicht, dass das die Welt besser gemacht hat, weil es jetzt offen ist und jeder freier arbeiten kann? Oder ob macht das mehr Probleme auch für euch als Inno?
SPEAKER_04Also wir sehen, dass wir ungefähr doppelt so viele Mitglieder haben, als wir Mitglieder hatten vor der Gewerbeeröffnung. Natürlich bringt es mehr Konkurrenz, doppelt so viele Fotografinnen und Fotografen im gleichen Gebiet. Aber es ist ja auch der Bedarf an Fotos enorm gestiegen. Gerade wie du gesagt hast, Social Media, Content Creation, also es braucht so viel mehr Fotos als 2013 und davor. Von dem her hält sich irgendwo wahrscheinlich die Waage. Also eben es gibt neue Betätigungsfelder, die es damals nicht gab. Und natürlich ist es, wenn es eingeschränkt ist und es gibt weniger Konkurrenz, dann fühlt es sich leichter an. Das ist keine Frage. Für mich ist eher die Frage, was ist fairer? Und ich denke mir, die Fotografinnen und Fotografen, die es ernsthaft betreiben und mit Leidenschaft und gute Arbeit leisten, für die gibt es immer noch einen Markt.
SPEAKER_02Absolut. Also ich kann mich auch noch unterstreichen. Der Bedarf nach Fotos ist so riesig und man muss halt ein bisschen proaktiv rausgehen als Fotografin, Fotografin und sich verkaufen und sich Kunden suchen und krallen teilweise. Dass die Budgets dort immer kleiner werden, weil man zahlt jetzt nicht einmal 10.000 Euro für ein Fotoshooting, das erledigt, sondern man braucht halt quasi jede Woche Fotos und deshalb breitet sich dieses Geld halt ein bisschen weniger aus. Das ist ein anderes Thema, aber das ist ja ein wirtschaftliches und ein gesellschaftliches Thema. Da kann die Inung nichts dafür und ich finde, dafür können auch die Fotografen nichts dafür. Und ich glaube, wir würden auch noch doppelt so viele Fotografen und Fotografinnen aushalten, weil der Markt einfach riesig ist. Also ich glaube, es gibt, also man muss vielen Kunden, habe ich immer das Gefühl, teilweise klar machen, was sie für Fotos brauchen, warum sie es brauchen und was ihnen das bringt. Weil du musst ihnen ja auch diese Rechnung vorrechnen. Ja, das kostet euch jetzt Geld, aber mit den Fotos verkauft ihr mehr Produkte, habt ihr mehr Kunden, habt ihr mehr Umsatz und dann macht das halt für viele total Sinn. Und ich glaube, gerade auch da, vielleicht so ein Wunsch von mir, vielleicht auch gerade diese Business-Aspekte, wäre so ein Punkt, wo ich glaube, viele Kollegen und Kolleginnen profitieren könnten, wenn man ihnen klar macht, wie man sich besser verkauft, wie man sich besser vermarktet, wie man Angebote schreibt. Also da habt ihr ein paar Workshops schon dazu gehabt.
SPEAKER_04Genau, da haben wir immer wieder Workshops dazu. Und es gibt auch zusätzlich nicht fotografiespezifisch, aber auch immer wieder von der Wirtschaftskammer Wien selbst für EPUs solche Workshops, die auch sehr interessant sind.
SPEAKER_02Auch da wieder sehr positives Feedback von mir. Ich habe das lange nicht berücksichtigt, weil ich mir gedacht habe, ja, irgendwer macht der irgendwas und das wird schon was interessiert mich nicht, hat man oft so das Gefühl. Aber hab dann entdeckt, dass da wirklich sehr, sehr gute Vorträge sind mit echt tollen, vortragenden. Wenn ihr auf der Suche nach Weiterbildung seid, so ein kleiner Aufruf an die Allgemeinheit durchaus, einerseits auf die Inno-Seite schauen, da stehen immer die aktuellen Veranstaltungen direkt für die Fotografie drinnen, aber auch auf die Wirtschaftskammerseite schauen, weil da gibt es eine Vielzahl an Events, Vorträgen, Workshops, wo man einiges machen kann. Und was natürlich auch sinnvoll ist, man kann sich für euren Newsletter eintragen. Dann kriegt man das regelmäßig in die Inbox, richtig?
SPEAKER_04Richtig, ja. Also wir schicken ein bis zweimal im Monat den Newsletter aus. Also es wird niemand überfordert mit zu vielen. Und da haben wir die allerwichtigsten Termine drinnen und auch die wichtigsten Infos. Teilweise gibt es ja auch rechtliche Veränderungen, die stehen dann auch drinnen. Also es ist einfach der beste Weg, um weiter informiert zu bleiben und sich auch eben oft schnell anmelden zu können bei Workshops, weil wir haben teilweise so tolle Workshops, dass sie auch schnell ausgebucht sind. Und dann kommen halt die rein, die zuerst geschrieben haben.
SPEAKER_02Perfekt. Kann ich auch noch empfehlen. Ich bin ein großer Fan eures Newsletters. Habe es heute wieder gekriegt für die Mitgliederführung in La Garcillie. Das heißt, es gibt auch immer wieder für Mitglieder irgendwelche Sonderaktionen, Events, wo man auch kostenlos einfach dran teilnehmen kann. Tragt euch einen Newsletter ein. Link gibt es dann unten in den Shownotes. Ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Thema Fotografie, die Branche, also wir haben es jetzt eh schon so ein bisschen angesprochen. Es ist complicated. Es verändert sich sehr, sehr viel. Einerseits technisch, andererseits gesellschaftlich, Bedarf, neue Medien, Kurzfilme, Reels, TikTok, Hochformatfilmen, so Sachen, die undenkbar waren wie in meiner Jugend. Ich habe tatsächlich viele ausgelacht, wie sie begonnen im Hochformat zu filmen, weil ich habe gesagt, nein, das geht doch nicht und Kino und Breitbild und sonst was. Man muss sich so ein bisschen anpassen, das Ganze. Wie siehst du denn die aktuelle Lage in der Branche? Was sind denn tatsächlich unsere größten Baustellen oder Probleme und gibt es da Lösungsansätze?
SPEAKER_04Also unser Glück ist, dass wir ja Kreative sind. Und in der Fotografie gab es so gut wie noch nie ruhige Zeiten. Wenn man jetzt zurückdenkt, plötzlich gab es kleine Kameras, die sich Haushalte kaufen konnten. Da hieß es schon, die Fotografie ist tot oder der Berufszweig. Dann kam die Farbfotografie, wieder großer Aufschrei. Dann kam die digitale Fotografie, also es ist noch gar nicht so lange her, haben auch alle gedacht, sie haben morgen keinen Job mehr. Jetzt ist die KI da. Wir sind Kreative und es gehört zu unserem Job, mit der Zeit zu gehen und sich zu verändern und beweglich zu sein. Derzeit ist halt die wirtschaftliche Lage auch in Österreich keine allzu gute und das spüren wir natürlich schneller mal. Es ist leider immer so that by den kreativen Dingen gespart wird von den grossen Unternehmen. And da können wir im Endeffekt einfach hoffen, dass sich das alles stabilisiert and beruhigt and that es dann wieder mehr Aufträge and auch mehr Budgets gibt for the photograph. What we activate and photografen machen können is eben, wie du vorher schon gesagt hast, auf die Kunden gut einzugehen, im Endeffekt Wertschätzung für unseren Beruf hinauszutragen and to informieren, wie viel dahinter steckt und wie viel es ihnen auch bringt, unseren Kunden und Kundinnen. Weil zuerst schaut es vielleicht aus, als würde sich die Firma etwas einsparen, aber auf längere Sicht, auf die nächsten zwei, drei Jahre, wenn man dann keine guten Fotos hat für die Werbung, dann sinkt man halt auch im Ansehen bei den eigenen Kundinnen und Kunden.
SPEAKER_02Das kann ich nur unterstreichen, finde ich toll. Du bist jetzt schon sehr lange selbstständig und du hast als Innungsmeisterin und Bundesinnungsmeisterin ja sehr, sehr viel Kontakt zu unseren Kollegen und Kolleginnen. Siehst du etwas, das einige vielleicht falsch machen oder wo du sagen würdest, das könnte man besser machen, irgendein solche Muster, wo du sagst, mach die drei Sachen nicht und stattdessen die zwei Sachen, dann läuft es besser.
SPEAKER_04Also allgemein würde ich sagen, Kalkulation. Das ist etwas, wo sich sehr viele schwer tun, weil wir halt kreative sind. Also in dem Bereich weiterbilden. Da machen wir auch immer Workshops immer wieder von der Innung aus. And then, was ich auch immer wieder sehe, ist das Selbstwertgefühl manchmal nicht so hoch and then deshalb auch niedrigere Preise verlangt werden. And ich glaube aber, wenn die rechnerische Grundlage da ist und die Photografinnen und Fotografen sehen, ah, das geht sich aber dann am Ende für mich gar nicht aus, dann wird klar, dass einfach ein bestimmtes Honorar verrechnet werden muss. Und damit kann man dann wieder die Branche stärken.
SPEAKER_02Absolut. Das kann ich nur unterschreiben. Ich glaube, diese Unsicherheit macht es aus, natürlich, wenn man neu anfängt im Job und jetzt gerade 18 ist und seine erste Kamera macht. Da hat man das noch nicht, aber das wäre eine der Sachen, die ganz wichtig sind, dass man lernt und mitnimmt. Und ich sehe es teilweise auch bei wirklich erfahrenen Kollegen, die wunderbar fotografieren, die sich aber im Sales, im Kalkulieren, im Pitchen wirklich schwer tun. Und das tut teilweise weh, weil deren Werke großartig sind, aber die sich halt dann zu günstig verkaufen, weil sie einfach nur selber das Gefühl haben, oh Gott, ich verlange so viel Geld für etwas. Wenn man aber das durchrechnet, wie du gesagt hast, dass die ja all unsere Kunden verdienen ja etwas damit, oder das heißt emotionale Erinnerungen an die Hochzeit bis hin zu Produkten, die ich verkaufe, wenn es ein Businesskunde ist, dann merkt man, dass man manchmal spottbillig ist. Und was ich da immer so als Tipp mitgebe, schaut es euch mal an, was Plakatwende in Österreich kosten oder irgendwie ein Werbefenster im Fernsehen. Dann kriegt man so ein Gespür dafür, was einfach den Medienplatz kostet. Und wenn man dann sagt, da macht man nur einen Bruchteil davon für die Kosten für die Produktion der Werbung, die da dahinter ist, die wir halt produzieren, dann hat man plötzlich ein ganz anderes Level und ein ganz anderes Verständnis für wie viel Geld da eigentlich im Unfluss ist und das Ganze funktioniert.
SPEAKER_00Wahrscheinlich ist bei der Kalkulation auch wichtig, dass man sich austauscht, also mit euch, dass ihr auch sagt, was man sich eigentlich erwarten kann, was denn die Arbeit, die geleistete Wert ist. Weil viele sind unsicher und wissen ja gar nicht, was sie verrechnen, sondern vor allem die Einsteiger und Einsteigerinnen. Da muss man sich ja vergleichen, oft hat man am Anfang keine Vergleich und da kann man zu euch gehen. Und ihr sagt, ihr gebt sozusagen die Eckdaten an und sagt, ciao, das ist es wert, darunter vielleicht solltest du nicht gehen, das und das verlangt man für diese und jene Leistung, nehme ich an.
SPEAKER_04Also das passiert natürlich beim Netzwerken, das ist immer eine ganz tolle Idee, dass sich gerade junge Fotografinnen und Fotografen mit älteren, erfahreneren in Verbindung setzen oder eben dann auch bei unseren Veranstaltungen haben wir auch immer Zeit. Also wenn jetzt ein Vortrag zum Beispiel ist, dann ist danach noch Zeit, sich zu vernetzen mit Kolleginnen und Kollegen. Das ist immer gut. Und was auch ganz wichtig is, was viele unterschätzen, is the for and the manchmal is ja a photojob, sagen wir, dauert zwei Standard and then for two calculated, but before wurden Mails geschrieben, there's often Telefonate, manchmal gives location scouting, then the data gespeichert. They are so gespeichert werden that they are not in a lot of and that they mostly three months. Allez, that braucht and zwar not a few minutes, but insges of another unfaith is also what manchmal forgetting. Also all these clean details.
SPEAKER_02Es lappert sich sehr schnell zusammen. Also ich finde es immer sehr lustig, das ist das Beispiel. Super. Du bist eh nur eine Stunde da zum Fotografieren, aber die Stunde anfährt das Herrichten, die 3000 Meetings davor und Dings und Brainstorming und Pitching und Angebot schreiben und die Nachbereitung und dann die Änderungswünsche, wenn man es nicht vorsichtig im Kostenvoranschlag festgehalten hat, darf man ja stundenlange noch Änderungsangen. Und können wir es ein bisschen blauer und da ein bisschen kleiner und das da schief. Aber es lernt man. Also wenn man es lang genug durchhält, lernt man es und dementsprechend aber wieder auch nur der Aufruf. Bitte bildet euch da weiter. Ich merke das immer bei mir und bei meinen Workshops, sobald man irgendwas Fotografisches anbietet, was die meisten Leute eh können, sind sofort alle da, weil da fotografieren wir, da machen wir was Cooles. Sobald es was inhaltlich Sinnvolles oder komplizierteres ist, Angebote schreiben, Vermarktung, Positionierung. Das interessiert, das ist halt nicht so sexy, um ein blödes Wort zu verwenden. Das ist halt nicht so cool. Und das machen halt viel, viel weniger. Aber ich glaube, das bringt viel, viel mehr im Longrun, wenn man davon leben will und das wollen wir ja alle. Also dementsprechend auch wieder der Aufruf, geht es auf die Veranstaltungen, schaut es euch an, was stattfindet. Und auch das Vernetzen untereinander ist super. In Österreich wird über Geld nicht geredet, aber wenn man halt dann mal ein paar Kollegen hat, mit denen man sich austauschen kann, es kommen immer wieder. Also ich habe absichtlich, ich weiß nicht, wie du es handhabst, aber ich habe auf meiner Webseite keine Preise stehen, weil jeder Job so unterschiedlich ist. Und ich mache etwas sehr Nischiges mit meiner Food-Fotografie und da könnte man sagen, ja, pro Gericht oder sonst was. Aber es ist jedes Mal von bis und wir brauchen mit dem Chef und Dings und fünf Photos oder bla bla bla. Es muss jedes Mal in ein individuelles Angebot werden. Und manchmal kommen Anfragen, wo selbst ich nach 15 Jahren Photographie fahre und denke, wie verrechne ich das denn? Weil das so speziell oder so komisch oder so special is. Und da finde ich es natürlich super, wenn man dann anrufen kann anders, du Klaus oder Eva, wie würdest du das denn machen? And then, wenn man sich drei Meinungen erhalten, findet man höchstwahrscheinlich eine Lösung. But when man niemanden hat, mit dem man reden kann, is es natürlich sehr, sehr Schwierig, da was Sinnvolles auf die Beine zu stellen.
SPEAKER_00Ich glaube, was ich so jetzt hier heraushöre, und ich denke auch, dass der typische Job eines Photografen, einer Fotografin, mehrteilig ist. Also du sagst Kalkulation, ein Teil, Communication mit dem Kunden, der Kundin, weil wenn ich da gut kommuniziere, habe ich dann weniger Änderungswünsche im Nachhinein und dann das Fotografieren selbst. And we man here schon sieht, Kalkulation, Kommunikation, Fotografieren, Nachbearbeitung, ist das Fotografieren vielleicht nicht mal der größte Teil am Job. And that muss man halt alles miteinander verrechnen.
SPEAKER_04Also das Fotografieren, traue ich mich zu sagen, ist nie der größte Teil vom Job.
SPEAKER_00Das ist aber jetzt eine große Enttäuschung für viele Fotografen und Fotografinnen wahrscheinlich, weil genau deswegen macht man den Job, aber es ist ein wichtiger Teil, wahrscheinlich der wichtigste, aber vielleicht nicht der, der die meiste Zeit verbraucht.
SPEAKER_04Genau, also ist sicher der wichtigste Teil. Und auch der schönste Teil zum Glück, also den gibt es ja bei jedem Auftrag. Ja, also der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen ist extrem wertvoll, definitiv.
unknownPerfekt.
SPEAKER_02Vielleicht an der Stelle noch gleich zwei Veranstaltungshinweise. Wir haben im Herbst jetzt die Pixel Power demnächst, da seid ihr eh auch dabei, beziehungsweise wie immer die Foto ⁇ Adventure, unsere größte Messe zum Thema Fotografie in Österreich. Da ist eigentlich auch jeder. Also von wir sind alle dort und alle Kollegen, die ich kenne, treffen sich dort und das ist wirklich ein cooler Ort, um sich zu vernetzen, um sich mit Neuigkeiten und mit Brands auseinanderzusetzen und natürlich auch für Weiterbildungen und Workshops. Vielleicht verlinken wir das auch unten drunter, dass man das nicht verpasst. Großartig. Eva, die Fotografie ist im Wandel, das war sie schon immer und das wird sie auch immer wie es sein. Wie sieht denn für dich eine erfolgreiche Fotografinnenkarriere in fünf bis zehn Jahren aus? Haben wir da noch Fotografen oder gibt es dann ganz was anderes? Werden wir noch Fotos machen oder macht das dann als die KI oder kann ich meine ganzen Pitches an irgendwelche Agenten outsourcen und brauche nur noch fotografieren gehen und kann mein Leben genießen?
SPEAKER_04Also es gibt sicher noch Fotografinnen und Fotografen. Ganz wichtiges Thema, die KI wird niemals Fotos machen können, weil Fotografie ja mit Lichtzeichnen bedeutet und es immer Licht braucht, das auf eine Art Sensor oder lichtempfindliches Materialfeld. Das heißt, KI wird immer nur Bilder generieren können, niemals Fotos. And I'm sorry, it's more a creative person braucht, great for special photography, for photography in a whole quality segment and portraits. It makes a reasonable thing if I for a camera and a self-löser, or if there are a person who empathic is, who in the portrait is, and for all, as photography, photographs says what the person brought for the camera. And that we have the KINI asset. And also in the press photography, it is worth that a photograph, a photographer is in a moment, and then criteria documentation to make and good pressefotos to make, then so the photo abgibt, that it was. And auch dafür braucht es vor allem Empathie.
SPEAKER_02Absolut. Da gibt es jetzt schon die verschiedenen Ansätze, weil es gerade in der Pressefotografie oder generell in der Fotografie sehr wichtig ist, was ist denn ein richtiges Foto und was wurde geändert. Einerseits der AI-Act, der uns demnächst überraschen wird oder bevorsteht. Und dann aber das positive Thema sind die ganzen Content Creation Credentials, die zum Beispiel jetzt schon in manchen Kameras eingebaut worden sind und die auch von Photoshop und Adobe unterstützt werden, wo wirklich genau festgehalten wird in einem Public Ledger, also nichts, wo ich irgendwas pushen oder verändern kann. Was war das Originalbild, was wurde wann verändert, von wem und was kam mit KI dazu und sei es auch nur die Größenänderungen oder sowas. Das heißt, ich glaube, das wird auch ein großer Aspekt werden, dass man sich damit ein bisschen auseinandersetzt, weil wir in Zeiten leben, wo man halt einfach schwer tut mit der Wahrheit. Früher war ein Foto Gold wert und das war der Moment und das war's, obwohl das auch gar nicht stimmt, weil auch schon zu Stalins Zeiten wunderbar manipuliert worden ist. Aber man konnte sich halt auf gerade Videos und Bilder verlassen und das kann man sich halt heute überhaupt nicht mehr. Selbst jetzt is schon alles möglich. Wir wissen alle, wie interessant man hier faken kann. Und ich glaube, genau dann wird unser Job und die Bilder wieder was wert sein, wenn ich sagen kann, nein, das ist echt, das ist wirklich genauso passiert. Da wurde nichts geschummelt, gekünstelt, dazu getan.
SPEAKER_04Und es steht eine Person dahinter, die für Qualität und Ehrlichkeit steht. Das ist ganz wichtig.
SPEAKER_02Das stärkt dir dann wieder unsere Rolle als Fotografen. Unsere Ehrlichkeit, unsere Vertrauenswürdigkeit, unser Ruf. Weil nicht nur, dass wir gute Arbeit leisten, sondern dass wir halt auch nichts dahin pfuschen, um es jetzt nochmal blöd zu sagen, um dorthin zu machen. Und der andere Grund, warum ich der Meinung bin, also unsere kreativen Berufe wurscht, ob das jetzt Texter, Grafiker, Videograf oder Fotograf ist. Die Tools werden immer einfacher, jeder hat sie zur Verfügung, aber das heißt noch lange nicht, dass die Leute sie nutzen können. Jeder hat seit 10 Jahren oder 20 Jahren World and könnte Shakespeare schreiben. Tu das aber nicht, weil halt natürlich die Kreativität fehlt, die Skills, die Ausdrucksformen und ich finde da gerade für AI steht uns ja auch noch etwas im Raum, wo wir sagen können, hey, vielleicht ist das ein neues Berufsfeld, weil wir wissen, wie Storytelling in einem Bild, visuelle Geschichten erzählen, funktioniert. Wenn ich irgendjemand hinsetze, der keine Ahnung hat und sage, prompt irgendwas, mach einen Film, erzähl irgendwas. Die Mechanik wäre da, aber das Geschichtenerzählen und dieses Umsetzen fehlt halt. Und da würden wir uns, glaube ich, wesentlich leichter tun. Und vielleicht wird das ja eine spannende Aufgabe in fünf bis zehn Jahren für uns auch werden. Schauen wir mal. Kaffee-Suit lesen. Perfekt. Eva, eine letzte Frage noch. Wenn man heute mit der Fotografie anfangen möchte, wenn die Jungen sagen, ich wäre Fotograf oder Fotografin, was würdest du ihnen mitgeben? Würdest du ihnen raten, ja, mach das? Und wenn ja, welche Tipps? Oder sagst du eher, spart euch das, es ist eh schon viel zu viel da?
SPEAKER_04Ich würde sagen, ja, mach das. Also wenn es dann Leidenschaft ist, mach es unbedingt. Immer, wenn Menschen etwas mit Leidenschaft machen, können sie richtig gut werden. Und ich glaube auch, dass das immer einen Platz gibt für Qualität und Leidenschaft und Engagement. Also von dem her, ja, Fotografie ist ein super Job. Es ist schwerer als vor einigen Jahren, aber wenn es deine Leidenschaft ist, mach's.
SPEAKER_02Und also perfect, bitte macht all das. Und wenn ihr denkt, ihr werdet die besten Fotografen, Videografen, macht es, weil genau diese Leidenschaft brauchen wir eigentlich viel mehr im Alltag. Ich kämpfe ab und zu immer dazwischen, dass man, dass es zum Job wird, dass man einfach nur Sachen abarbeitet. Und dann macht man mal kurz Pause und denkt sich, hey, wir haben eigentlich wirklich einen großartigen Job, wir können das machen, was wir eigentlich immer machen wollten. Und jetzt sehe ich das nicht mehr als mühsam an, sondern mach das wieder gerne. Das heißt, bitte bleibt dran, mach das. Ausbildungstechnisch gibt es irgendwelche Empfehlungen? Kann man das inzwischen alles online, YouTube lernen? Oder gibt es bei uns noch Institutionen, wo du sagst, da geh hinn, mach das?
SPEAKER_04Also auch da ist es, glaube ich, sehr spezifisch, wie jemand gerne lernt. Es gibt Menschen, die autodidaktisch sich super weiterbilden können und die das gerne so machen. Dann gibt es Menschen, die lieber in Vorträge gehen und Workshops und natürlich, also die Grafische gibt es weiterhin. Dann gibt es auch noch die Lehre, zwar mit sehr wenigen Lehrplätzen, aber ein paar gibt es noch. Und dann gibt es sehr viele Anbieter von Workshops eben. Auch in Wien gibt es einiges, aber auch international. Also da kann man durchaus viel lernen. Am allerwichtigsten ist es aber, viel zu fotografieren, also ganz viel fotografieren. Am besten wirklich täglich sich auseinandersetzen mit den eigenen Bildern und auch immer wieder Feedback einholen von erfahreneren, Fotografinnen und Fotografen, um dann zu reflektieren über die Arbeit. Zum Beispiel eine 18-jährige Person, wie du vorher gemeint hast, möchte diesen Beruf erlernen und fängt dann eben ein bisschen an und macht schon ganz gute Fotos oder ganz okay Fotos und zeigt vielleicht der Oma, die wird halt begeistert sein, wahrscheinlich, weil das Enkelkind hat da tolle Fotos gemacht, das die Oma nicht machen könnte. Also unbedingt eben Feedback holen von Menschen, die vom Fach sind und dann eben weiterarbeiten in die Richtung, das Feedback mit einbauen und weitermachen. Was auch eine sehr gute Möglichkeit ist, sind Portfolio-Reviews. Wir bieten sie manchmal an von der Landesinnung, gekoppelt mit den Vortragenden vom Im-Fokus-Vortrag. Aber es gibt auch international große Portfolio-Reviews, wo man sich dann einbucht und zum Beispiel bei vier Fotografinnen, Fotografen, Galeristinnen, Galeristen oder Museumsmenschen die Mappe herzeigt und dort dann 20 Minuten Gespräche hat und Feedback bekommt und dann einfach besser werden kann, weiterarbeiten kann und dann geht man ein, zwei Jahre später wieder zu einer Portfolio Review, hat ein besseres Portfolio, holt sich wieder Feedback. Also this is a mobility, which man weiterentwickeln kann.
SPEAKER_00Jetzt habe ich noch eine allerletzte Frage, die we all guests spell. And zwar is the photography in the Zukunft? So midtelf, kurzfristig, it can the technology entwick, the gestalische Entwicklung. Wie is du die entwickelt der Photographie? Du hast schon gesagt, dass du den Mensch sehr im Vordergrund siehst, wollte ich nochmal hinzufügen. Aber vielleicht gibt es ja noch Aspekte, die du da noch hinzufügen möchtest.
SPEAKER_04Also wie du gesagt hast, ja, der Mensch ist der allerwichtigste Aspekt. Mensch und Empathie, Gefühl, Gespür. Ich glaube, dass wir noch viele neue Möglichkeiten präsentiert bekommen werden durch die Technik, an die wir noch gar nicht denken können. Und ich glaube auch, dass die Fotografie immer mehr an Qualität gewinnen wird. Einerseits, weil im Billig-Segment wird sie nicht mehr beauftragt werden, die Fotografie wahrscheinlich, weil eben die KI einfach schnell halt irgendein Bild generiert und das gut genug ist im Billigpreissegment. Aber wenn es um Qualität geht, da wird es einfach immer mehr Qualität brauchen, auch von den Kundinnen gewollt werden. Und durch die Technik werden wir immer mehr Qualität liefern können.
SPEAKER_00Das ist doch eine wirklich gute, positive Sicht, würde ich mal sagen.
SPEAKER_02Finde ich auch. Und ein wunderbares Schlusswort für den Podcast. Liebe Eva, vielen Dank für deinen Besuch. Ich freue mich, wenn wir uns demnächst bei allen möglichen Veranstaltungen, Workshops und Innungs-Treffen wiedersehen.
SPEAKER_04Ich mich auch.
SPEAKER_02Und ansonsten einen schönen Sommer, einen heißen Tag die nächsten Tage. Ja. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder zum Thema Fotografie geht.
SPEAKER_01Wir haben uns gefreut, dass ihr dabei wart und hoffen, es hat euch gefallen. Bis zur nächsten Folge des Fotoobjektiv Podcasts von Cliff Kapertheis und Klaus Lorbeer.